Geschichte der Hexen 1600 - 1649

Veröffentlicht auf von Sarah

 

1627 - 1639

 

Die Wahrheit aber war, dass zu jener Zeit nur die Hebammen über das Wissen verfügten, das Frauen die Macht gab, wenigstens zu einem kleinen Teil selbst über ihr Leben zu entscheiden. Doch ein großer Teil dieses Wissens ging verloren: Allein in Köln etwa wurden zwischen den Jahren 1627 und 1639 nahezu alle Hebammen der Stadt als Hexen verbrannt.

 

1630

 

In diesem Jahr gibt der Bischof von Würzburg den Befehl, 1200 Frauen und Männer als Ketzer und Hexen zu verbrennen. Im gleichen Jahr wird auch die Hinrichtung von 600 Frauen (und etlichen Männern) vom Erzbischof von Bamberg angeordnet.

 

1626

 

1626 herrscht noch bis Ende Mai so starker Frost, dass sogar Teiche zufrieren. Wiederum werden Hexen für die Wetterschäden zur Verantwortung gezogen. In einer beispiellosen Hetzjagd werden Tausende von Menschen in Schnellverfahren getötet. Allein im Kurfürstentum Köln finden zwischen 1626 und 1635 mehr als 2000 Hinrichtungen statt. Diesmal trifft es jedoch nicht nur ältere, arme Frauen, sondern auch Geistliche und Mitglieder des Adels, die sich den Verbrennungen entgegenstellen wollen. Ganz Zentraleuropa ist von einer Art Endzeitstimmung befallen. Auf Drängen der Bauern lassen auch Herrscher, die den Hetzjagden skeptisch gegenüberstehen, massenweise Scheiterhaufen errichten.

 

 

 

 

Werbung
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post