Geschichte der Hexen 1750 - 1799
1784 - 1792
Gottfried Christian Voigt rechnet mit Hilfe einiger weniger Akten die Hexenverfolgungs-Toten auf 9,4 Millionen hoch
1782
Als 1782 in der Schweiz die letzte Hexe hingerichtet wird, entfacht dies eine empörte öffentliche Debatte über die rechtlich zweifelhaften Grundlagen des Prozesses. Die Rechtsprechung wird fast überall reformiert, um 1800 sind alle Magiedelikte aus den Gesetzestexten verschwunden. Ein dunkles Kapitel der europäischen Geschichte findet sein Ende.
1775
Die letzte Deutsche Hexe starb wegen angeblicher Teufelsbuhlschaft am 11. April 1775 auf der Schwaigwiese in Kempten, wo sie gnadenhalber zuerst enthauptet und dann verbrannt wurden.
Die Hexenverfolgungen, durch die ganze Landstriche entvölkert wurden, forderten mehr Blutopfer als alle zur damaligen Zeit geführten Kriege.
1750
Je mehr sich der Berufsstand aber professionalisierte, mit desto mehr Macht drängten Männer in die Frauendomäne. Zunächst beanspruchten sie lediglich, den Hebammen das Examen abzunehmen. Dann richteten sie - auch angesichts der hohen Säuglingssterblichkeit - an mehreren Universitäten "Accouchierhäuser" ein. Als Nächstes wurde ab dem 18. Jahrhundert an chirurgischen Fakultäten geburtshilflicher Unterricht angeboten.