Geschichte der Hexen 0 - 499 n.Chr.
100 n Chr.
Um 100 nach Christus fasste der Arzt Soranus von Ephesus in seinem Werk "Gynäkologie" erstmals die wissenschaftlichen Standards der Geburtshilfe zusammen und brachte damit das Fach maßgeblich voran. Griechen und Römern war die neue Kunstfertigkeit der Hebammen teuer: Wurde eine der zahlreichen Sklavinnen oder Tänzerinnen der Oberschicht schwanger, so achteten ihre Besitzer genau auf eine gute Entbindung. Denn Nachwuchs trieb den Preis der Frauen in die Höhe.
Diesen Skandal muss man sich erst einmal vorstellen: Auf einmal waren es Frauen, die Macht hatten über den Besitz der Oberschicht. Frauen, auf deren Hilfe die reichsten und mächtigsten Männer angewiesen waren. Frauen, die Kenntnisse hatten, von denen die männlichen Ärzte nur abschreiben konnten - es wird vermutet, dass Soranus sein Werk aus Überlieferungen von Hebammen zusammengestellt hat, schließlich durften Ärzte das weibliche Genital nicht berühren und keiner Geburt beiwohnen.
Zirka 200 - 400
Metrodora (c. 200-400 CE) war eine griechische weibliche Ärztin und Autorin der ältesten medizinischen Text genannt, von einer Frau geschrieben worden, über die Krankheiten und Kuren der Frauen. Ihre medizinische Abhandlung deckt viele Bereiche der Medizin, einschließlich Gynäkologie , aber nicht Geburtshilfe . Es wurde von vielen anderen medizinischen Schriftsteller im antiken Griechenland und Rom verwiesen wird, und wurde auch übersetzt und veröffentlicht im mittelalterlichen Europa. Nichts ist Metrodora Identität über ihre Namen bekannt. Jedoch mehrere Ärztinnen sind dafür bekannt, in der alten bestanden haben griechisch-römischen Welt , und sie wird in der Regel als erste weibliche medizinischen Schriftsteller.
Wörtliche Übersetzung aus der englischen Sprache.
358 n. Chr.
Kaiser Constantius II. untersagt jede Form von Magie
410 n. Chr.
Der große Kirchengelehrte Augustinus (354-430) setzt sich in seinen Schriften als erster ausführlich mit Magie und Zauberei auseinander. Seiner Ansicht nach sind magische Handlungen zwar prinzipiell wirkungslos, setzen aber einen stillschweigenden Pakt mit dem Teufel voraus. Eine Anleitung zur Bestrafung von Zauberern gibt er nicht. Die Lehren des Augustinus beeinflussen im gesamten Früh- und Hochmittelalter maßgeblich den Umgang mit Zauberern und Hexen. Zwar kommt es zu vereinzelten Prozessen wegen Zauberei, die im schlimmsten Falle auch mit dem Tod enden können, doch von gezielten Verfolgungen kann man dabei nicht sprechen. Die Kirche wendet sich sogar ausdrücklich gegen Lynchjustiz und Pogrome, die von Teilen der Bevölkerung manchmal verübt werden.