Geschichte der Hexen 1400 - 1449
1449
Die katholische Kirche sieht sich zum Handeln gezwungen. Da scheinbar immer mehr Menschen der Magie verfallen, definiert sie auf dem Konzil in Basel (1431-1449) den Hexenglauben neu. Abhandlungen werden geschrieben, die nicht mehr von Einzelpersonen, sondern von einer großen Hexensekte ausgehen. Die Inquisitoren sollten die Augen offen halten und gegen diese Sekten vorgehen. Die Bevölkerung nimmt schon kurze Zeit nach Veröffentlichung der Abhandlungen den Glauben an die Hexensekten an. In den Kirchen entstehen um 1450 zunehmend Malereien, die Hexenflüge darstellen. Es gibt erste gezielte Verfolgungen seitens aufgewiegelter Bauern, hauptsächlich in den Tälern der Schweizer Alpen.
1447
Verbrennung einer Hexe in Willisau in der Schweiz 1447
1419
Allmählich wandelt sich das Hexenbild: Angestachelt von Predigern und Autoren empfindet die Bevölkerung die Anwesenheit von Hexen als zunehmend bedrohlich. Eines der Kerngebiete ist die heutige Schweiz. Hier machen Anfang des 15. Jahrhunderts Inquisitoren vermeintliche neue Sekten aus, die stark vom jüdischen und vom Hexenglauben beeinflusst seien. In einem Prozess gegen solch ein Sektenmitglied taucht 1419 in der Schweizer Stadt Luzern auch zum ersten Mal das deutsche Wort "hexerye" zur Bestimmung der Praktiken auf.